http://vineyard-harburg.de/uploads/images/page_items/soz_Dienste.JPG

Essensausgabe

Die erste Essensausgabe fand am 14.12.1998 in den alten Gemeinderäumen im Küchgarten 34 in Harburg statt. Seitdem hat sie fast jeden Montag – mit Ausnahme von Feiertagen – von 16 bis etwa 19 Uhr geöffnet. Ins Leben gerufen haben diese Arbeit drei Ehrenamtliche mit einem großen Herz für sozial schwache Menschen.

Das Essen wurde in einer normalen Küche gekocht. Die Gästezahl wuchs langsam aber beständig. 2001 kamen durchschnittlich 15 Gäste am jedem Montag, aktuell liegen die Zahlen zwischen 50 Gästen am Montagsanfang und über 70 am Monatsende. Etwa 12-16 ehrenamtliche Mitarbeiter zwischen 20 und 70 Jahren engagieren sich wöchentlich oder 14tägig. Die Mitarbeiter kommen aus der Vineyard und auch aus anderen Kirchen und Freikirchen Harburgs.

Ab 16.00 Uhr gibt es Kaffee, Tee, Wasser und Gebäck und ab 18 Uhr wird ein warmes Essen serviert. Die Lebensmittel werden komplett aus Spenden finanziert, am gleichen Tag gekauft und vor Ort frisch zubereitet – meistens gibt es deftige Hausmannskost. Im Sommer 2006 sind wir in den Außenmühlenweg 10 umgezogen. Dank einer finanzielle Unterstützung des Hamburger Spendenparlaments waren wir in der Lage, Großgeräte für die neue Küche anzuschaffen.

Zu unseren Gästen gehören Wohnungslose, Langzeit-Arbeitslose, Menschen mit Alkohol- und Drogenproblemen, Geringverdiener und Rentner, Menschen, die dankbar für eine warme Mahlzeit sind und Menschen, die sich an der Gemeinschaft freuen und dabei Karten oder Brettspiele spielen.  Etwa die Hälfte der Besucher sind Stammgäste.

Ziel unserer Arbeit ist nicht allein die Essensausgabe – vielmehr möchten wir mit unseren Gästen ins Gespräch kommen und Beziehungen aufbauen, so dass Vertrauen wachsen kann. Wir informieren über Hilfsangebote und Hilfseinrichtungen, wenn dies  gewünscht wird. Wir bieten auch Begleitung an bei Behördengängen u.a. Wir haben eine umfangreiche Mappe mit Kontaktadressen zusammengestellt und ein Netzwerk zu anderen Einrichtungen aufgebaut. Wir sind sehr dankbar für die professionelle Hilfe der Diakonie, der Caritas und des DRK Hamburg. Seit Ende 2016 hilft uns ein polnischer Straßen-Sozialarbeiter der "Plata", um konkrete Beratung für viele osteuropäische Obdachlose anzubieten.

Ein kleiner Vorrat an gespendeten Lebensmitteln (Dosengerichten) und warmer Kleidung, Wolldecken und Schlafsäcken ermöglicht es uns, in akuten Notlagen sofort helfen zu können.

Die Essensausgabe ist nicht mit kirchlichen Veranstaltungen gekoppelt und an keine Voraussetzungen gebunden. Das Essen ist kostenlos und eine Bedürftigkeit muss nicht nachgewiesen werden.